Eine angenehme Massage gönnt sich wohl jeder von uns ab und zu. Verspannungen lösen, entspannen, den Körper wieder in Bewegung bringen. Besonders wichtig wird das, wenn eine Frau schwanger ist. Sie trägt einige Kilos mehr als zuvor, ihr Körper verändert sich stark und selbst das Liegen ist nicht mehr so bequem wie früher. Genau in so einem Moment kann eine gute Massage fast wertvoller sein als ein Lotteriegewinn. Leider kann auch etwas so Schönes wie eine Massage – und die Wahl des richtigen Therapeuten – mehr einer Lotterie ähneln, als man erwarten würde. Schauen wir uns also an, was bei einer Schwangerschaftsmassage zu beachten ist, wie man sie auswählt und was man besser vermeiden sollte.

Wer sollte die Massage durchführen?
Auch wenn es verlockend klingt, sich vom Partner im warmen Bett den Rücken massieren zu lassen, sollten Sie das in diesem Fall auf keinen Fall ausprobieren. Der Körper einer schwangeren Frau ist sehr empfindlich, deshalb ist es besser, die Massage Fachleuten zu überlassen, die eine entsprechende Ausbildung und idealerweise jahrelange Erfahrung haben. Wählen Sie daher immer einen geprüften Salon, der Ihnen alle nötigen Informationen bereitwillig gibt und die passende Leistung empfiehlt. Sehen Sie sich zum Beispiel Online-Angebote und Kundenbewertungen an, hören Sie auf Empfehlungen von Freundinnen… Suchen Sie in erster Linie nach Qualität, auch wenn das wahrscheinlich mehr kostet.

Wann sollte man nicht zur Massage gehen?
Damit die Massage und die Zeit danach ohne unnötige Komplikationen verlaufen, gehen Sie nicht hin, wenn Sie sich nicht wohlfühlen. Wenn Sie also erkältet sind, an Grippe, Übelkeit, Bluthochdruck oder Schmerzen im Unterbauch leiden oder andere gesundheitliche Probleme haben, ist es besser, auf die Massage zu verzichten. Ebenso wird sie im ersten Trimester nicht empfohlen, da in dieser Phase das Risiko einer Fehlgeburt höher ist. Am besten ist es, vorher den eigenen Arzt zu konsultieren. Wenn nicht, sprechen Sie zumindest vor der Massage mit dem Masseur oder der Masseurin und verschweigen Sie keine Probleme – es geht schließlich um Ihre Gesundheit.

Was macht die Schwangerschaftsmassage besonders?
Der erste Unterschied ist die Position. Eine Schwangerschaftsmassage kann natürlich nicht in Bauchlage durchgeführt werden, auch wenn es Massageliegen mit speziellen Aussparungen gibt. Stattdessen wird in Seitenlage oder im Sitzen massiert – die Frau sollte sich die angenehmste Position selbst aussuchen. Auch die Technik unterscheidet sich: Der Masseur arbeitet deutlich sanfter und in langsamerem Tempo. Es werden offene Handflächen verwendet, nicht die Fingerspitzen, wie zum Beispiel bei einer intensiven Rückenmassage. Während andere Massagen, wie etwa Gesichtsmassagen, oft das Lymphsystem anregen sollen, ist es in der Schwangerschaft genau umgekehrt – damit keine Schadstoffe in den Fötus gelangen.
Ebenso wichtig ist es, die Reflexpunkte am Körper genau zu kennen, vor allem im unteren Rücken- und Bauchbereich. Kritische Punkte gibt es auch an den Füßen oder am Nacken – ihre Stimulation kann zu vorzeitigen Wehen führen.
Entscheidend ist außerdem die richtige Auswahl von Massageöl oder -creme, die keine Kräuterextrakte enthalten sollten, die Detox-Effekte, Durchblutungsförderung oder harntreibende Wirkung haben. Kurz gesagt: Es darf nichts verwendet werden, was der Schwangeren schaden könnte. Im Gegenteil – die Massage sollte entspannend, beruhigend und ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe vermitteln.

Ungeeignete oder schädliche Stoffe finden sich gerade in der Schwangerschaft in vielen scheinbar harmlosen Dingen – zum Beispiel in dekorativen Kerzen. Lesen Sie, warum es besser ist, natürliche Kerzen zu Hause zu haben, wie man sie auswählt und warum andere schaden können. Es ist schön, wenn Ihr Zuhause wirklich sicher ist – und nicht nur so aussieht. Den Artikel dazu finden Sie hier.